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Besucher vor der eindrucksvollen Kulisse am Rainbow Point im Dead Horse Point State Park, Utah
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U.S. Barrierefreies Reisen in den USA: Nationalparks und Natur

Paco Ramero

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Informationen zur Zugänglichkeit von Naturbereichen

Hin und wieder braucht jeder mal frische Luft. Zum Glück bieten die USA endlose Möglichkeiten für einen faszinierenden Aufenthalt in der Natur. Natürlich sind nicht alle Gipfel für jeden Besucher erklimmbar. Der U.S. National Park Service (NPS) tut aber, was er kann, um allen Besuchern den gleichwertigen Zugang zu Einrichtungen, Programmen und Angeboten sowie Indoor- und Outdoor-Aktivitäten zu ermöglichen. Auch viele bundesstaatliche und kommunale Parks sowie Berg- und Strandresorts im ganzen Land sind auf Menschen mit speziellen Bedürfnissen eingestellt.

Hilfsangebote für Reisende mit Einschränkungen

• In vielen Nationalparks und State Parks wurden rollstuhlgerechte Bohlenstege, Pfade und Asphaltwege angelegt. Damit lassen sich die atemberaubenden Landschaften der USA heute so komfortabel erkunden wie nie.

• Ausgewählte Parks bieten Wegbeschilderungen in Brailleschrift und spezielle Hilfsgeräte für Tourteilnehmer mit Höreinschränkungen. In einigen Parks gibt es auch sensorische Gärten.

• Die offizielle NPS-App für Smartphones informiert aktuell über barrierefreie Einrichtungen und Wanderwege in den über 400 Nationalparks im ganzen Land. Die App bietet auch Audiobeschreibungen und zahlreiche barrierefreie Funktionen.

• Bei ausgewählten Ranger-Programmen sind Gebärdendolmetscher anwesend. Informationen dazu erteilt der National Park Service.

• Einige Parks bieten Filme und Präsentationen mit Untertiteln, Hörgeräte mit assistiver Technologie, rollstuhltaugliche Campingplätze, behindertengerechten Sport, speziell ausgewiesene Parkplätze sowie motorisierte Rollstühle und Scooter.

• Unter bestimmten Umständen sind in einigen Nationalparks, State Parks sowie Freizeit- und Erholungsgebieten Assistenzhunde erlaubt. Fragt am besten vorab beim betreffenden Park nach.

Beliebte behindertengerechte Nationalparks

Die meisten Nationalparks in den USA haben Maßnahmen ergriffen, um auch Reisenden mit Einschränkungen den Besuch zu ermöglichen. Die folgenden sieben Parks stehen auf der Liste der sehenswerten Ziele ganz oben.

Yosemite-Nationalpark, Kalifornien:Inklusion hat für den wunderschönen Yosemite-Nationalpark oberste Priorität. Die berühmten Mammutbäume, Wasserfälle und majestätischen Granitformationen sind allen Besuchern zugänglich. Neben barrierefreien Parkplätzen gibt es einen kostenlosen Rollstuhlverleih, Shuttlebusse sowie barrierefreie Campingplätze und Picknickbereiche. Auch Assistenztiere sind willkommen.

Yellowstone-Nationalpark, Wyoming: Der Yellowstone-Nationalpark legt Wert auf universelle Barrierefreiheit. Obwohl viele Einrichtungen schon etwas älter sind, wird die Infrastruktur des Parks nach und nach umgerüstet, um ein höheres Maß an Zugänglichkeit zu gewährleisten. Bei Einhaltung einer dreiwöchigen Anfragefrist werden Gebärdendolmetscher gestellt. Im Besucherzentrum werden Videos mit Untertiteln gezeigt und alle Campingplätze haben mindestens einen rollstuhltauglichen Stellplatz.

Apostle Islands National Lakeshore, Wisconsin: Dieses Schutzgebiet im Norden von Wisconsin erstreckt sich am Ufer des Lake Superior und verzeichnet große Fortschritte bei der Verbesserung der Zugänglichkeit. 2017 wurde der Park für seine barrierefreien Campingplätze auf Sand Island und Stockton Island-Quarry Bay mit einem Preis für „Accessibility Excellence“ ausgezeichnet. Darüber hinaus laufen verschiedene weitere Projekte zur Erweiterung der Barrierefreiheit. Die Besucherzentren im Park wurden rollstuhlgerecht umgebaut. Auf Anfrage sind für einige Outdoor-Exponate Informationen im Großdruckformat und Hörgeräte verfügbar.

Acadia-Nationalpark, Maine: Der Acadia-Nationalpark ist bekannt für sein spektakuläres Herbstlaub und die traumhaften Panoramastraßen. Um diese Attraktionen allen Besuchern zugänglich zu machen, hat der Park verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit durchgeführt. Hierzu zählen unter anderem der Zutritt für Assistenztiere, kostenlose rollstuhltaugliche Shuttlebusse, Hörgeräte mit assistiver Technologie und Audioguides für die 90 km lange Park Loop Road sowie den Cadillac Mountain und den Somes Sound.

Big Bend-Nationalpark, Texas: Die hoch aufragenden Felsformationen, mäandernden Flüsse und gewundenen Wanderwege im Big Bend-Nationalpark sind auch für Besucher mit Einschränkungen erreichbar. Zwar sind nicht alle Bereiche im Park vollständig barrierefrei, doch können sich Gäste mit speziellen Bedürfnissen jederzeit an die Park Ranger vor Ort wenden. Viele Besucherzentren wurden bereits rollstuhlgerecht umgestaltet und auf einigen Campingplätzen gibt es rollstuhltaugliche Komposttoiletten. An den Picknickplätzen stehen rollstuhlgerechte Tische zur Verfügung und mehrere Wanderwege sind breit genug für Rollstühle.

Everglades-Nationalpark, Florida: In den ausgedehnten Sümpfen der Florida Everglades leben Alligatoren, Vögel und andere heimische Wildtiere. Um diese Naturwunder allen Besuchern nahezubringen, bietet der Park verschiedene barrierefreie Einrichtungen, Hilfsmittel und Programme, darunter speziell angepasste Campingplätze und Bootstouren sowie Lerngeräte mit assistiver Technologie.

San Juan National Historic Site, Puerto Rico: Die historischen Bauwerke der San Juan National Historic Site sind über 400 Jahre alt. Die Parkverwaltung hat aber dafür gesorgt, dass Teile der Anlage auch für Menschen mit Einschränkungen zugänglich sind. Am Castillo San Cristobal und am Castillo San Felipe del Morro gibt es barrierefreie WCs und Trinkbrunnen sowie einen hindernisfreien Buchladen und einen Zuschauersaal, in dem englisch- und spanischsprachige Filme mit Untertiteln gezeigt werden. Auf Anfrage sind auch Hörgeräte mit assistiver Technologie erhältlich.