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Einheimische in Jackson, Mississippi
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Willkommen in Jackson, Mississippi

Die Hauptstadt von Mississippi ist bekannt für ihren historischen Charme und ihre ausgesprochene Gastfreundschaft. Außerdem erlebt die Stadt gerade ihren zweiten Frühling. Die vielen unterschiedlichen Viertel in Jackson sprudeln nur so über vor kreativer Energie, Kunst und Wandmalereien. Neue Cocktailbars, Restaurants und Läden öffnen Seite an Seite mit Soul-Food-Lokalen im Vintage-Stil. Und über allem schwebt die Musikkultur, die sich vor allem auf Blues, Jazz und Gospel konzentriert. Wenn ihr meint, ein altes Südstaatennest kommt niemals aus seinem gewohnten Trott heraus, dann habt ihr in letzter Zeit keinen Blick mehr auf die Straßen und Plätze von Jackson geworfen: Ehemals abbruchreife Gebäude erleben eine aufregende Wiedergeburt. Wir haben die Einheimischen zu ihren besten Tipps für Besucher befragt. Hier sind ihre Vorschläge:

„Eine Stadt mit Seele“

Gloria’s Kitchen ist ein typisches „Meat and Three“-Restaurant. Zum Hauptgericht aus Fleisch können drei Beilagen gewählt werden. Ob rote Bohnen, Würstchen oder Schweinekoteletts mit Soße – die Speisekarte ist lang. Alle Gerichte werden mit Brot („Crackling Bread“, Maisbrot oder Brötchen) und zwei Gemüsebeilagen serviert, wie z. B. Stielmus, Limabohnen oder frittierte Okraschoten. Für weniger als 8 USD landen diese Köstlichkeiten auf eurem Teller. „Echtes Soul-Food erkennt ihr daran, dass es euch an eure Oma erinnert.“ So sagen jedenfalls die Einheimischen.

Gloria’s Kitchen in Jackson, Mississippi
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Hier regiert die Kunst

Jackson ist immer in Bewegung. Besonders in Midtown leben und arbeiten viele Künstler. Deshalb entstehen vor allem in diesem Viertel viele neue und spannende Geschäftsideen. Eine besonders beliebte Anlaufstelle ist das Offbeat, ein „alternatives Kulturkaufhaus“, dessen Sortiment sowohl Bildbände als auch Designer-Spielzeug, Schallplatten und Kunstbücher umfasst. Das Offbeat ist aber nicht nur einer von vielen hippen Läden, es ist gleichzeitig Galerie und Bühne und gibt dadurch den jungen Künstlern in Mississippi die Chance auf ihren persönlichen Durchbruch.

Offbeat in Jackson, Mississippi
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Wiedergeburt der Südstaatenkultur

Lange Zeit war in der Innenstadt von Jackson nach Einbruch der Dunkelheit nicht viel los. Doch durch die Renovierung und Wiedereröffnung des alten King Edward Hotels – einem historischen Wahrzeichen mit eindrucksvollen korinthischen Säulen – wurde das einst ruhige Stadtzentrum zu neuem Leben erweckt. „Hier vertreibt sich einfach jeder seine Zeit.“, kommentieren die begeisterten Einheimischen das fröhliche Treiben in der Innenstadt. Es sind aber nicht nur die Verschönerungsmaßnahmen, die Jackson ein neues Gesicht verleihen. Die Stadt setzt sich auch aktiv mit ihrer Vergangenheit auseinander und ergreift innovative Maßnahmen für ihre Zukunft. Das Mississippi Civil Rights Museum, das erst im letzten Jahr eröffnet wurde, dokumentiert den brutalen Kampf für Gleichheit im US-Bundesstaat Mississippi auf engagierte und ungeschminkte Art und Weise. Ein ganz anderes Beispiel für wiederaufbereitete Geschichte ist die Cathead Distillery, die erste Destillerie in Mississippi seit der Prohibition. Für echte Geschmacksexplosionen sorgen der Honeysuckle Vodka mit typischer Südstaaten-Note, der Cathead Pecan Flavored Vodka und der Hoodoo Chicory Liqueur.

Fjones Corner
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Fun(ky) in Fondren

Dass sich Fondren zu einem so hippen Viertel entwickelt hat, ist eher überraschend. Früher wurde das Viertel auch „’Sylum Heights“ genannt, da sich hier die lokale Irrenanstalt befand. Heute ist Fondren ein sicheres und wunderschönes Altstadtviertel mit tollen Kunst-, Kultur- und Gastronomieangeboten. Während des allmonatlichen „Fondren After 5“, das jeden ersten Donnerstag im Monat stattfindet, öffnet das Viertel seine Türen für die Allgemeinheit. Bei dieser Gelegenheit lohnt sich ein Abstecher ins Swell-o-Phonic. Diese Kombination aus Boutique, Kunstatelier und Mikrogalerie ist das Werk von Ron Chane, der von allen nur Chane genannt wird. Er ist ein Sohn der Stadt und engagiert sich sehr für seine Heimat. Wer dem Gastropub-Trend in den Südstaaten auf den Grund gehen will, ist im Barrelhouse genau richtig. Den Einheimischen gefällt hier vor allem die „moderne, innovative und schicke“ Einrichtung, die massiven Burger (besonders gut mit Pimento Cheese!) und die kreative Speisekarte, auf der auch der großartige asiatische Salat mit Mississippi-Brathähnchen steht. Kleinere Portionen à la Mexiko und Spanien, wie z. B. Tapas und Tacos, erhaltet ihr im Babalu. Besonders empfehlenswert: die Golf-Shrimps und Jacksons berühmte Comeback-Soße in einer Weizen-Tortilla. Dieses Gericht findet ihr garantiert nur in Mississippi.

Fondren
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Retro an jeder Ecke

Die Geschichte der Stadt wird besonders in zwei Lokalen perfekt mit der Gegenwart vereint. Beide sehen aus, als wären sie einer Zeitkapsel entsprungen: Campbell’s Bakery ist eine klassische Konditorei, und dazu noch die älteste der Stadt. Hier reiht sich feines Gebäck mit Zuckerguss an Petit Fours, Cupcakes und Käsekuchen (in den Sorten Southern, Praline und Mississippi Mud). Gleich um die Ecke im Stadtteil Fondren liegt das Brent’s Drugs, ein typisches Diner mit Sodabrunnen aus dem Jahr 1946. Bis heute sind die ursprünglichen Formica-Tischplatten, Sitzecken und Sessel aus Vinyl sowie auch die Leuchtreklame erhalten geblieben. Auf der Speisekarte tummeln sich moderne Speisen wie Frühstückstacos und Bio-Müsli, aber auch Klassiker wie Buttermilchbrötchen und Texas-Toast mit geschmolzenem Käse. Dass die Zeiten sich auch im Brent‘s verändert haben, bezeugt vor allem The Apothecary, eine wunderschöne neue Cocktailbar gleich hinter dem Sodabrunnen, die hervorragende klassische und saisonale Cocktails serviert.

Campbell’s Bakery
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